Aussagekräftige Bewerbungsunterlagen! Marketing in eigener Sache!

Wer einen Job haben will, für den er brennt, in einem Unternehmen starten will, für das er brennt, der sollte versuchen, bereits mit seinen aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen so zu punkten, dass das passende Unternehmen zum Fan wird. Wie erstelle ich aussagekräftige Bewerbungsunterlagen, wie betreibe ich Marketing in eigener Sache? Ein Leitfaden!

Aussagekräftige Bewerbungsunterlagen!

Diese Aufforderung steht in jeder Stellenausschreibung: „Bitte senden Sie ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen unter Angabe Ihres Eintrittsdatum und Ihrer Gehaltsvorstellungen an…“.

Was sind aussagekräftige Bewerbungsunterlagen? Das Wort „aussagekräftig“ wird oft überlesen, ist aber genau das, was die Unterlagen sein sollen: Aussagekraft besitzend; etwas kräftig und wirkungsvoll aussagend (wiktionary).

Aussagen über Sie als Bewerber/in, über Ihre Ausbildung, Fähigkeiten und Kenntnisse. Die Darstellung Ihrer einzigartigen Persönlichkeit. Mit den Bewerbungsunterlagen betreiben Sie Marketing in eigener Sache!

Wähle einen Beruf den Du liebst, und Du brauchst keinen Tag in Deinem Leben mehr zu arbeiten. (Konfuzius)

Das Anschreiben, Ihre erste eigene Botschaft an Ihren möglichen zukünftigen Arbeitgeber!

Nicht mehr als eine Seite, maximal eineinhalb. Auf das Unternehmen und die Stelle Bezug nehmen und etwas über die eigenen Kompetenzen schreiben. Das ist für Sie nichts Neues?

Die Anzeigen der Unternehmen enthalten bei den geforderten Qualifikationen, leider vermehrt austauschbare Phrasen und Eigenschaften, die keine Unterscheidung zulassen.

Mit dem Bewerbungsanschreiben verhält es sich vielfach ähnlich.

Der Anzeigeninhalt wird wiederholt oder die Darstellung des Unternehmens als Arbeitgeber aus der Karriereseite in das Anschreiben 1:1 übernommen. Die Recruiter in den Unternehmen lesen Anschreiben, in denen kommunikationsstarke und leistungsorientierte Bewerber, Ihre ganze Arbeitkraft, Ihre Teamfähigkeit und Ihre analytischen Fähigkeiten in die Wagschale werfen. Bitte auch nicht Formulierungen aus Ihren Arbeitszeugnissen 1:1 kopieren. SIE sollen sich vorstellen.

Ob Sie am Anfang Ihrer beruflichen Laufbahn stehen oder mitten in der beruflichen Neuorientierung. Der Formulierung der eigene unverwechselbaren Persönlichkeit sollte alle Aufmerksamkeit gewidmet werden. Arbeiten Sie zunächst Ihren Feel-Good Job heraus. Was sind Ihre individuellen „Verkaufsargumente“? Warum sind Sie der/die Passende für diesen Job und für dieses Unternehmen? Fragen Sie sich:

Was macht mich einzigartig?

  • Mit welchen Alleinstellungsmerkmalen hebe ich mich von anderen ab?
  • Was sind meine besonderen Stärken und Talente?

Sie sind eine Marke, jeder ist eine Marke, eine einzigartige Marke. Versuchen Sie es. Senden Sie dem potentiellen Arbeitgeber Ihre eigene Botschaft. Bedenken Sie: Dies ist Ihre Eintrittskarte für eine aussagekräftige erfolgreiche Bewerbung.

Der Lebenslauf – fokussiert!

Strukturiert, übersichtlich, schnell lesbar. Der Recruiter muss Ihre Passung für die Stelle in kürzester Zeit erkennen. Lesen Sie ihren Lebenslauf mit den Augen eines Recruiters.

Sie haben eine breite Ausbildung, Praktika in unterschiedlichen Abteilungen, ein breites Feld an Berufserfahrungen, sowohl operativ als auch strategisch. Wird aus dem Lebenslauf klar, warum das Unternehmen SIE einstellen sollte?

Ein Beispiel: Sie haben erarbeitet, dass eine Vertriebstätigkeit im Außendienst Ihr Feel-Good Job wäre. Bisher waren Sie im Vertriebs-Innendienst eingesetzt. Aufgrund Ihrer speziellen Kenntnisse und Ihrer Art, mit den Kunden zu kommunizieren, wurden Sie in  Ihrem alten Unternehmen zu vielen Kundenterminen hinzugezogen. Sogar Aufträge konnten Sie an Land ziehen! Wenn Sie in Ihrem Lebenslauf nur den Innendienst Job angeben und diese Zusatzaufgabe nicht erwähnt wird, warum sollte der Recruiter Sie zu einem Vorstellungsgespräch für den Außendienstjob einladen. Schreiben Sie es in Ihren CV, so zum Beispiel: „Besondere Fachkompetenz auf dem Gebiet…Regelmäßige Teilnahme an Kundenterminen mit dem Außendienst, erfolgreiche Durchführung von Verhandlungen… oder eigenständige Wahrnehmung von Kundenterminen, Betreuung die Key Kunden aufgrund…“

Jetzt kann der Recruiter auch nachvollziehen, warum Sie im Anschreiben ausgeführt haben, dass Sie die Stelle im Außendienst interessiert.

Die Anlagen – Verstärkung der Aussagekraft!

Fügen Sie die Anlagen bei, die Ihre Aussagen im Anschreiben und im Lebenslauf unterstreichen. Ob Sie diese direkt mitschicken/hochladen oder erst nach Aufforderung oder bei Einladung zu einem Vorstellungsgespräch, da gibt es kein richtig oder falsch. Im internationalen Kontext wird eher nur der CV und das Anschreiben im Erstkontakt übermittelt.

Der erste Eindruck zählt“ und wenn dieser durch die Zeugnisse im positiven Sinne noch verstärkt werden kann und sich ein rundes Bild ergibt, dann sollten Sie die Zeugnisse direkt mitschicken.

Off- und Online – Aussagekraft?

In dieser Zeit des Fachkräftemangels bewerben sich die Unternehmen bei den Bewerbern. Das tun sie auch durch Direktansprache: Aktive Sourcing. Die Social Media Kanäle, insbesondere Plattformen wie Xing und LinkeIn werden dafür genutzt. Umso wichtiger, dass Sie in Ihre Überlegungen der aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen auch Ihr Online-Profil mit einbeziehen. Was bei „ich suche“, „ich biete“ steht, welche Fähigkeiten Sie herausstellen, das sollte in Einklang mit Ihrem Feel-Good Job stehen. Dies ist Teil Ihrer aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen.

Fazit

Aussagekräftige Bewerbungsunterlagen stellen Sie als Person in den Mittelpunkt. Sie  machen dem Recruiter deutlich, was Sie einzigartig und passend für den Job macht. Das ist Ihr Marketingauftritt, das sind Ihre einzigartigen Verkaufsargumente. Eben Marketing in eigener Sache. (Bild Fotolia)

 

 

 

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